Entstehung
Was tun, wenn die Idee zu einem neuen Song einer Band nur schwer zu vermitteln ist? Diese Frage stellte sich bei dem Stück Mountain Stage. Zu lang, zu viele schwerverdauliche Takt- und Harmoniewechsel. Da gab es eigentlich nur eins, eine Demoversion musste her.
Gesagt, getan. Der erste Wurf (mal schnell Schlagzeug und Bass am PC eingespielt) machte dann auch viel Spaß - so viel Spaß, dass sich das Ganze allmählich verselbstständigte, "frei nach dem Motto, wenn schon Demo, dann richtig". Nach den Gitarrenspuren wartete die größte Herausforderung, der Gesang. Dass bei diesem heiklen Thema überhaupt etwas herauskam (bin auf diesem Gebiet Anfänger), ist besonders Doros Nerven und ihrer Unterstützung in Therorie und Praxis zu verdanken.
Ich war ziemlich gespannt, ob der Song Einzug ins Repertoire der Band finden würde. Leider kam es zu einer plötzlichen und unvermuteten Auflösung, eine Aufführung lässt damit noch etwas auf sich warten.
Aufbau
Mountain Stage beschreibt, wie der Titel bereits andeutet, eine Bergfahrt mit dem Fahrrad. Tendenziell folgt der Charakter des Stückes dem Gemütszustand der Protagonisten. Anfangs voller Elan, vielleicht auch etwas nervös (auf was haben wir uns da eingelassen?). Gegen Ende eine wohlige Erschöpfung, die Glückshormone haben Hochbetrieb. Dummerweise kann es jetzt vom Pass nur noch bergab gehen.
Während des Aufstiegs werden immer wieder kurze Pausen eingelegt, es kommt zu netten Begegnungen mit den Bergbewohnern.
Der Rhythmus des ersten Instrumentalteils ("die Herausforderung") entspricht zu 97,5 Prozent der Atem- und Kurbelfrequenz in den steilen Serpentinen. Der Puls steigt dabei analog der Hektik des Schlagzeugs.
Das Lied ist eingebettet in zwei kleine Walzer, die für die Schönheit und den Zauber der Berge stehen.
Der Film
Nun ja, irgendwie waren da diese Bilder und Ideen im Kopf. Es war ziemlich spannend, diese in die Tat umzusetzen. Wir haben jedenfalls viel Spaß gehabt, auch wenn etliche Stunden dabei draufgegangen sind.
Andreas