Entstehung

Da schwirrten mir beim Radfahren immer diese Text- und Melodiefragmente im Kopf herum ("higher, higher - Uff! Das geht aber steil bergauf - getting higher ..."). Und so allmählich nahm Mountain Stage Gestalt an. Wäre das nicht was die Band, in der ich Gitarre spiele?

Dummerweise ließ sich die Idee zu diesem Song den Musikern nur schwer vermitteln. Zu lang, zu viele schwerverdauliche Takt- und Harmoniewechsel. Es gab eigentlich nur einen Ausweg: eine Demoversion musste her!

Gesagt, getan. Der erste Wurf (mal schnell Schlagzeug und Bass am PC eingespielt) machte dann auch viel Spaß - so viel Spaß, dass sich das Ganze allmählich verselbstständigte, frei nach dem Motto "wenn schon Demo, dann richtig". Nach den Gitarrenspuren wartete eine große Herausforderung: der Gesang. Dass bei diesem heiklen Thema überhaupt etwas herauskam (bin auf diesem Gebiet Anfänger), ist besonders Doros Nerven und ihrer Unterstützung in Therorie und Praxis zu verdanken.

Ich war ziemlich gespannt, ob der Song Einzug in unser Repertoire finden würde. Leider kam es zu einer plötzlichen und unvermuteten Auflösung der Band, eine Life-Aufführung ist somit vorerst wohl nicht in Sicht.

Das Lied

Mountain Stage beschreibt, wie der Titel bereits andeutet, eine Bergfahrt mit dem Fahrrad. Tendenziell folgt der Charakter dieses Stückes dem Gemütszustand der Protagonisten. Anfangs voller Elan, vielleicht auch etwas Nervosität ("auf was haben wir uns da eingelassen?"). Gegen Ende eine wohlige Erschöpfung, die Glückshormone haben Hochbetrieb. Dummerweise kann es jetzt vom Pass nur noch bergab gehen.

Während des Aufstiegs werden immer wieder kurze Pausen eingelegt, es kommt zu netten Begegnungen mit den Bergbewohnern.

Der Rhythmus des ersten Instrumentalteils (die Herausforderung) entspricht zu 97,5 Prozent der Atem- und Kurbelfrequenz in den steilen Serpentinen. Der Puls steigt dabei analog der Hektik des Schlagzeugs.

Das Lied ist eingebettet in zwei kleine Walzer, die für die Schönheit und den Zauber der Berge stehen.

Der Film

Zum Film gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, er sollte für sich sprechen. Es war auf jeden Fall ziemlich spannend, die vielen Ideen in die Tat umzusetzen. Besonders, als Sepp und Zenzi zum Leben erwachten ...

Andreas & Doro